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BIRTHDAY BOY

Ein physisches Familiendrama nach einem Bild von Eric Fischl. Ein Stück über die Einsamkeit, die Hoffnung auf Erlösung und über Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Wir werden alle in eine Familie hineingeboren. Die Familie bleibt ewiglich eine Familie: Ein festes, unablässiges Band, das sich nicht trennen lässt, selbst dann nicht, wenn die Familie zum Gefängnis wird.

Die Eltern feiern den Geburtstag ihres Sohnes. Der Geburtstag erscheint ihnen eine ausgezeichnete Gelegenheit für den Versuch zu sein, um wesentlichen Kontakt miteinander zu bekommen. Voller Hoffnung und Wünsche versuchen sie, einen angenehmen Geburtstag zusammen zu verbringen.

Der Mensch als Zauberer, der sich ständig Tricks ausdenkt, um die Existenz erträglich zu machen. Vater, Mutter und Sohn sind atemlos auf der Suche nach Liebe und Ruhe, nach etwas, womit sie die Leere und Einsamkeit bekämpfen können. Kinderspiele werden gespielt und Rituale beschworen. Sie versuchen zu dritt, ein wahrhaftiges Gespräch am Kaffeetisch zu führen.





Aber was, wenn die Sprache versagt, das Alphabet selbst zur Wunde wird? Und was geschieht, wenn der Junge kein Geburtstagskind mehr sein will? Wo die Liebe scheitert, entsteht ein Krieg. Die Bombe tickt unterdessen weiter schmerzhaft in der Geburtstagstorte.

Dort steht er nun, der Mensch ein Söldner ohne Waffen. Wie habe ich den Menschen um seine Beharrlichkeit bewundert. Kopflos Richtung Ziel laufen.

Vater: Der Fuchs hat eine Höhle. Der Vogel ein Nest in den Wolken. Wo kann ich meinen Kopf hinlegen und ausruhen?
Mutter: Nirgends. Dem Menschen wird keine Ruhe gegönnt.

Konzept, Text, Regie und Bühne: Florian Hellwig
Kostüme: Katrin Bombe
Darsteller: Barbara Duijfjes, Marien Jongewaard
und Emanuel Muris




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